Rundholzmarkt Ostschweiz: Rundholzbedarf bis Ende 2012 wie im Vorjahr. Preis stabil.

Nach den Sommerferien ist Frischholz wieder gefragt. Die absehbare Nachfrage bis Ende 2012 entspricht in etwa jener des Vorjahres. Die Holzmarktpartner der Ostschweiz empfehlen, mit den unterschiedlichen Richtpreisempfehlungen für Nadelrundholz vom Januar 2012 weiterzuarbeiten. Damit signalisieren sie Marktstabilität.

An ihrem gemeinsamen Treffen vom 2. Juli 2012 in Winterthur ging es den Holzmarktpartnern der Ostschweiz um einen Ausblick auf den Rundholzmarkt des 3. und 4. Quartals 2012.

Ausgangslage

Die Waldwirtschaft hat die im Herbst 2011 erwarteten Holzmengen geliefert. Die effektiven Rundholzpreise bewegten sich im Rahmen der Empfehlungen vom Oktober 2011, bzw. vom Januar 2012. Im Wald ist es derzeit relativ ruhig. . Der Rundholzeinschnitt in den Schweizer Sägewerken sank im Vorjahr auf 2,2 Mio m3. Das sind 11 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. 2011 wurde in Schweizer Sägewerken 61 % Schnittholz und 39 % Restholz erzeugt. Auf dem Restholz haben die Sägereien innert 12 Monaten einen Wertverlust von 30% erlitten.

Nadelholz

Der Holzmarkt ist bis jetzt relativ ruhig verlaufen. Der Eurowechselkurs ist seit dem 6. September 2011 stabil. Die Sägereien sind zur Zeit - entgegen den Erwartungen - gut mit Rundholz versorgt. Nach den Sommerferien ist Frischholz wieder gefragt. Die absehbare Nachfrage bis Ende 2012 entspricht in etwa jener des Vorjahres. Die Rundholzbereitstellung soll stark an der Nachfrage angepasst werden, damit keine Lieferengpässe entstehen.Schwachholz aus Durchforstungsbeständen ist gefragt. Es wird empfohlen, die Schwachholzbestände früh zu pflegen. Die unterschiedlichen Richtpreisempfehlungen der Waldwirtschaftsverbände und der Holzindustrie bleiben mindestens bis Mitte September 2012 auf dem Niveau vom Januar 2012.

Laubholz

Beim Laubholz, insbesondere bei der Buche, beurteilen die Marktpartner die Lage als sehr schwierig. Einziger derzeitiger Absatzmarkt ist Schwellenholz. Für Eiche besteht ein Markt, nicht aber für helle Laubhölzer wie Ahorn.

DEF_Logo_Schweizer_Holz_rot_d.gifHerkunftszeichen Schweizer Holz

Das Herkunftszeichen Schweizer Holz steht seit Kürzerem kostenlos auch allen Ostschweizer Waldeigentümern zu Verfügung. Die Marktpartner der Ostschweiz begrüssen eine Stärkung des Zeichens und fordern alle Beteiligten zu einer möglichst breiten Verwendung auf. Angaben zu den einfachen Nutzungsregeln finden Waldeigentümer und Säger auf den Websites der Verbände.

Der Holzmarkt soll ein nächstes Mal Mitte September 2012 beurteilt werden.

Auskünfte zu dieser Medienmitteilung sind erhältlich bei:
Waldwirtschaftsverband Kanton Schaffhausen, Walter Vogelsanger,  052 632 54 01
Holzindustrie Schweiz, Regionalverband Ost,  Toni Horat,  079 631 24 40

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