Waldzertifizierung in den Kantonen Zürich und Schaffhausen
Grundsatz
Die Waldzertifizierung ist freiwillig. Eine Waldzertifizierung macht nur bei einem mittel- bis langfristigen Engagement Sinn.
Warum Wald zertifizieren?
- Sicherung von Absatzkanälen (zertifizierte Holzketten). Immer mehr Holzkäufer machen zwischen zertifiziertem und nicht-zertifiziertem Holz eine Preisdifferenz von 3 bis 10 SFr. pro Kubikmeter.
- Imagepflege durch Kommunikation einer vorbildlichen, naturnahen und sozialverträglichen Waldbewirtschaftung gegenüber Kunden und gegenüber der Bevölkerung. Wichtige Elemente der naturnahen Waldbewirtschaftung sind die Naturverjüngung und eine standortgerechte Bestockung.
- Berechtigt zum Gebrauch des Umwelt-Labels: FSC
Was muss der Waldbesitzer beachten?
- Der Waldeigentümer hält die nationalen und kantonalen Gesetze und Bestimmungen ein.
- Der Eigentümer hält sich an den Waldentwicklungsplan.
- Die Schlagorganisation erfolgt gemäss Empfehlung des Försters
- Totholz, Höhlenbäume, Pioniergehölze und Sträucher werden gemäss Empfehlungen erhalten.
- Ausbildung Bewirtschafter
- Selbstbewirtschafter mit Grundkurs in Holzerei
- Selbstbewirtschafter mit langjähriger Erfahrung
- Dritte, gemäss Weisung Abt. Wald
- Persönliche Arbeitsausrüstung, Geräte und Maschinen sind SUVA-konform.
- Sonderkraftstoffe und biologische Schmierstoffe werden eingesetzt.
- Bei Bedarf dürfen nur Holzschutzmittel mit den Wirkstoffen Cypermethrin und Chlorpyrifos verwendet werden.
Ablauf der Waldzertfizierung
Der Waldeigentümer meldet sein Interesse an der Zertifizierung beim zuständigen Revierförster an. Dieser beurteilt die Bewirtschaftung des Interessenten und nimmt diesen provisorisch auf. Allenfalls muss der Waldbesitzer noch Massnahmen vornehmen (z.B. einen Holzerkurs absolvieren, wenn er die Arbeiten selbst ausführen will) bevor er aufgenommen wird. Nach erfolgter Holzerei beurteilt der Förster den Schlag vor Ort und nimmt den Waldbesitzer definitiv als zertifiziert in die Zertifizierungsgruppe ZH-SH auf.
Aufsicht
Der Waldeigentümer wird auditiert, d.h. seine Bewirtschaftung und sein Wald wird von internen und externen Auditoren überprüft. Für den nicht betriebsplanpflichtigen Privatwaldbesitzer ist es der zuständige Revierförster, der diese Beurteilung im Rahmen seiner Tätigkeit durchführt. Es kann vorkommen, dass ein externer Auditor einen Privatwaldeigentümer besuchen will.
Wieviel kostet die Waldzertifizierung?
Jeder genutzte Kubikmeter Rundholz aus zertifiziertem Wald kostet 32 Rappen pro Kubikmeter. Der Revierförster kann für seine Dienstleistungen 50 Rappen pro m³ verrechnen. (vgl. Revierweise Regelungen).

