Holzmarktbericht Nr. 1 vom 17. Januar 2019

Finanzen Schweiz - Europa – International Zürich

Geldpolitischer Entscheid und Inflationsprognose der SNB-13.12.18: Die SNB will die Geldpolitik unverändert expansiv belassen. Dadurch will sie die Preisentwicklung stabilisieren und die Wirtschaftsaktivität unterstützen. Die SNB will bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv bleiben, wobei sie die gesamte Währungssituation berücksichtigen will. Gegenüber dem Euro ist der Wert des Frankens praktisch unverändert. Insgesamt bleibt der Franken weiterhin hoch bewertet, und die Lage am Devisenmarkt zeigt sich nach wie vor fragil. Der Negativzins sowie die Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, sind unverändert notwendig.  Internationale Wirtschaftsaussichten. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer etwas weniger robusten Situation als noch vor einigen Monaten. Das globale Wachstum setzt sich zwar auf einem beachtlichen Niveau fort. Die positive Dynamik ist jedoch nicht mehr ganz so kräftig wie noch zu Beginn des Jahres. Zum einen liegt dies daran, dass die wirtschaftliche Erholung an vielen Orten bereits weit fortgeschritten ist. Als Folge der gut ausgelasteten Produktionsfaktoren nimmt die Dynamik ab. Zum anderen dämpfen verschiedene Unsicherheitsfaktoren das Wachstum. In den USA und China blieb das Wirtschaftswachstum robust. Die Zahl der Beschäftigten in den Industrieländern nahm erneut zu, und die Arbeitslosigkeit bildete sich weiter zurück. Auch der internationale Warenhandel expandierte weiter. Mittelfristig dürfte dann aber eine allmähliche Verlangsamung eintreten. Im Vordergrund stehen dabei politische Unsicherheiten sowie protektionistische Tendenzen. Diese Risiken haben grosses Schadenspotenzial. Wirtschaftsaussichten für die Schweiz. Gemäss ersten Schätzungen nahm das Bruttoinlandprodukt in der Schweiz im dritten Quartal 2018 um aufs Jahr hochgerechnet 0,9% ab. Aufgrund des starken Wachstums in den Vorquartalen lag das BIP trotz dieses Rückgangs immer noch 2,4% über dem Vorjahresniveau. Wie ist diese Entwicklung zu beurteilen? Zum einen war nach mehreren sehr starken Quartalen mit einer Abschwächung der Dynamik zu rechnen. Zum anderen ist der BIP-Rückgang auch auf verschiedene temporäre Faktoren zurück-zuführen. Dazu gehören beispielsweise der weggefallene Beitrag der internationalen Sportgrossanlässe oder die wetterbedingten Produktionsausfälle bei den Wasserkraftwerken. Eine Betrachtung aller verfügbaren Konjunkturindikatoren deutet auf eine leicht gedämpfte, aber immer noch günstige Wirtschaftsdynamik hin. Auch am Arbeitsmarkt setzte sich die positive Entwicklung fort. Die Beschäftigung nahm im dritten Quartal robust zu. Die Arbeitslosenquote ging bis November weiter zurück und liegt jetzt bei 2,4%.

Internationale Holzmärkte

Pavatex-Werk in Cham vor der Stilllegung: 10.1.19 Die Pavatex SA hat mitgeteilt, dass die Schließung ihres Werkes Cham (Kanton Zug) zur Herstellung von Nassfa-ser-Dämmstoffen geplant ist. Die Schließung soll im ersten Quartal dieses Jahres erfolgen. Derzeit findet die Konsultationsphase statt. Nach deren Abschluss will das Unternehmen endgültig über die Stilllegung beschlie-ßen. Als Gründe für diesen Schritt nennt das Unternehmen, das seit Mai 2016 zur in Straßburg ansässigen Soprema-Gruppe gehört, vor allem den Preisverfall bei Holzfaser-Dämmstoffen. Auch die deutsche Soprema GmbH, Mannheim, bezieht Nassfaser-Dämmstoffplatten aus dem Werk in Cham. In Deutschland werden unter der Marke "Pavatex" auch Holzfaser-Dämmstoffe angeboten, die im zweiten Pavatex-Werk in Golbey (Voge-sen/Frankreich) seit 2013 im Trockenverfahren hergestellt werden.

Brandschaden in Schweizer Laubholzsägewerk: 14.01.2019  Am 13.1.2019 ist es in dem Schweizer Laubholzsägewerk Hanhartholz Sägewerk und Holzhandel in Diessenhofen/Kanton Thurgau im Bereich einer Trocknungsanlage zu einem Brandschaden gekommen. In einer ersten Schätzung geht die Kantonspolizei Thurgau von einer Schadensumme von 200.000 sfr aus. Die Summe ergibt sich aus den Beschädigungen an der zur Trocknung von Hackschnitzeln genutzten Anlage sowie dem Gebäude, in dem sich die Trocknungsanlage befindet. Als Brandursache geht die Kantonspolizei derzeit von einem techni-schen Defekt aus. Hanhartholz ist auf die Produktion von Laubschnittholz, darunter auch Eichenbauholzsortimenten ausgerichtet.

Metsä schickt ersten Schnittholz-Ganzzug nach China Die Division „Metsä Fibre“ der finnischen Metsä Group hat am 18. Dezember für den Schnittholzexport nach China erstmals den Landweg nach China genutzt. Mit dem mit 41 Container in Kouvula/Finnland beladenen Ganzzug liefert Metsä Fibre 1.800 m³ Nadelschnittholz in die nordwestchinesische Stadt Xi’an, der Hauptstadt der Provinz Shaaxi. Der Zug wird von Finnland durch Russland und Kasachstan nach China geführt. Die Abwicklung erfolgte durch die Kouvula Cargo Handling in Zusammen-arbeit mit dem KTZExpress, einem Tochterunternehmen der kasachischen Eisenbahngesellschaft, als Trassenbetreiber und Unytrade als dem für Skandinavien zuständigen Agent von KTZExpress. Die drei Unter-nehmen haben im November 2017 den regelmäßigen Zugverkehr zwischen Finnland und China aufgenommen.

Deutschland Bayern: Auch im vierten Quartal 2018 war keine Entlastung am Holzmarkt zu spüren. Große Mengen an Kalamitätsholz aus dem Norden der Republik und aus dem benachbarten Ausland flossen auch in den letzten Monaten zu den bayerischen Sägewerken. Diese weiterhin bestehende Überversorgung führte erneut in vielen Bereichen zu Preisreduktionen. Frisches Fichtenholz (FL B/C; 2b) wurde zwischen 74,00 und 88,00 € pro Festmeter frei Waldstraße gehandelt. Langholz in B-Qualität konnte zu Preisen um 90,00 € pro Festmeter vermarktet werden. Äußerst angespannt war weiterhin der Markt für Käferholz. Hier wurden unabhängig von der Stärkelasse, von vielen Abnehmern nur noch Mischpreise zwischen 45,00 und 55,00 € pro Festmeter bezahlt. Die Kiefernstammholzpreise sind aufgrund des Überangebots an Käferholz weiter unter Druck geraten. Wurden im Vorquartal häufig noch bis über 70,00 € pro Festmeter bezahlt, sanken die Preise von Kiefer (FL B/C, 2b) auf 55,00 bis 65,00 € (vereinzelt bis 70,00 €) pro Festmeter. Die Nachfrage von Top-Qualitäten beim Nadelholz ist ungebremst, was sich in den ersten Submissionen bzw. Versteigerungen für den Winter 2018 zeigte. Bei der von den Bayerischen Staatsforsten durchgeführten Nadelwertholzsubmission in Fichtelberg, konnte das Durchschnittsergebnis aller angebotenen Baumarten um gut 13 % auf 216,00 € pro Festmeter erhöht werden.

Hessen-Forst will nur begrenzt Frischholz ernten: Ein Jahr nach dem Sturmtief Friederike (18. Januar 2018) zieht Hessen-Forst heute Bilanz: "Insgesamt hat der Orkan rund 2,7 Mio. m³ Holz in den von uns betreuten Wäldern auf den Boden geworfen", erklärte Michael Gerst, der Leiter des Landesbetriebs. Sommerdürre und Borkenkäfer haben das Schadensausmaß erheblich verstärkt. Die Schadensfolgen werden die Arbeit der Forstleute auch im aktuellen Jahr weiter bestimmen, wie der Landesbetrieb mitteilt. Der Windwurfanfall konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Fichte und andere Nadelbaumarten - weniger betroffen war mit rund 10% das Laubholz. Hessen-Forst wird die reguläre Nadelholzernte auch in diesem Jahren einschränken. "Nur so haben wir eine Chance, die uns wichtige Balance zwischen dem Holzzuwachs und einer nachhaltigen Nutzung wieder herzustellen.

Schneechaos in Bayern: Weiße Gefahr im Wald Die Bayerischen Staatsforsten warnen auf Grund der aktuellen Wetterlage vor unberechenbarer Schneebruchgefahr im Wald und an Waldrändern. Die heftigen Schneefälle der letzten Tage haben eine schwere Last auf Bayerns Wälder gelegt. Vor allem im Süden und Südosten entstand dadurch eine hohe, lebensbedrohliche Schneebruchgefahr. Derzeit herrscht eine weiße Gefahr im Wald. Bäume können unmittelbar und ohne Vorwarnung unter der Schneelast umkippen oder zusammenbrechen. Selbst gesunde und stabile Bäumen können dem hohen Schneegewicht in den Kronen oft nicht standhalten. Das Risiko von herunterfallenden Ästen oder Baumkronen bzw. sogar das Umkippen von ganzen Bäumen ist hoch. Und selbst kleine Äste können schwerwiegende Verletzungen hervorrufen, wenn diese aus großer Höhe auf Menschen auftreffen. Wegen der großen Gefahr für Leib und Leben haben die Bayerischen Staatsforsten in den betroffenen Gebieten die Arbeit im Wald eingestellt und selbst die Försterinnen und Förster des Waldunternehmens vermeiden Waldrundgänge.

Ungeachtet der absoluten Schadholzmenge könnten die Bruchschäden zu einer weiteren Verschärfung der regional ohnehin angespannten Borkenkäfersituation führen. Durch Gipfelbrüche in Nadelholzbeständen wird für Borkenkäfer zusätzliches bruttaugliches Material zur Verfügung gestellt, das aufgrund des häufig zerstreuten Schadholzanfalls vielfach nicht bis zum ersten Borkenkäfer-Schwärmflug 2019 aufgearbeitet sein wird.

Österreich-Italien Holzmarkt Österreich:  Alle Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind anhaltend gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Nach abwartender Haltung der Industrie im Dezember wurden nun Neuabschlüsse vereinbart. Dabei zeigt sich, dass der Holzpreis teilweise weiter unter Druck geraten ist. Das Leitsortiment Fichte B, 2b liegt österreichweit zwischen € 73,- bis € 91,- je Fm, in den Käferschadensgebieten des Waldviertels auch darunter. Der Absatz für Föhre bleibt aufgrund des Überangebotes an Fichte schwierig. Lärche ist nachhaltig zu attraktiven Preisen gefragt. Geringer Niederschlag in den Borkenkäfer- und tiefer liegenden Sturmschadensgebieten begünstigt die Aufarbeitung, wobei die mangelnden Transportkapazitäten weiterhin ein Nadelöhr dar-stellen. In den Gebirgsregionen verhindern die massiven Schneemengen der letzten Wochen hingegen eine Ernte bzw. Begehung. Daher ist derzeit über alle Bundesländer gesehen, auch nicht abschätzbar, ob gröbere Schneebruchschäden entstanden sind.

Hohe Schneebruchschäden in Oberösterreich erwartet - Nach dem Abklingen der Schneefälle Anfang der Woche geht die Landwirtschaftskammer Oberösterreich nach ersten Erhebungen von hohen Schneebruchschäden in den Wäldern des Bundeslandes aus. Bislang hat sich gezeigt, dass besonders Nadelholzbestände in Höhenlagen zwischen 600 und 850 Meter ü. NN stark betroffen sind. Regionale Schwerpunkte liegen im Mühlviertel, das südliche Bergland und die Hausruckregion. Großteils geht es dabei um über die Fläche verteilte Wipfelbrüche, kleinflächig gibt es auch flächige Bruchschäden von bis zu 40 % der Stammzahl.

Am Laubsägerundholzmarkt dominiert weiterhin die Eiche. Dementsprechend entfällt der größte Anteil der gelieferten Stämme für die Wertholzsubmissionen Ende Jänner in Ober- und Niederösterreich auch auf diese Baumart. Aber auch die Buche wird bei leicht gestiegenen Preisen sehr gut nachgefragt. Pappelholz wird unverändert auf niedrigem Vorjahresniveau gehandelt. Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist ebenfalls sehr gut mit  Nadelindustrierundholz bevorratet. Angebotene Mengen werden abgenommen und bei verfügbaren Transportkapazitäten auch laufend abgeführt. Buchezelluloseholz wird weiterhin gut nachgefragt. Der Absatz von Energieholz ist vor allem in den Borkenkäferschadgebieten aufgrund des Überangebotes sehr schwierig. Aber auch im Süden, wo bisher eine gute Vermarktungsmöglichkeit bestand, ist aufgrund des Windwurfes regional ein Preisdruck spürbar. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Brennholz ist anhaltend rege.

Schweden – Finnland – Norwegen – Dänemark Schweden: Exporte liegen bis Ende Oktober 4 % im Minus - Mit insgesamt 1,146 Mio m³ sind die Nadel-schnittholz- und Hobelwarenexporte Schwedens im Oktober 2018 um rund 4 % hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben. Laut der von der Swedish Forest Industries Federation (Skogsindustrierna) veröffentlichten, vorläufigen Außenhandelsstatistik wurden an europäische Kunden insgesamt rund 730.900 m³ exportiert, was einem Rückgang um 2 % entspricht. Bei den Asienexporten mussten wie bereits in den Vormonaten teils deutli-che Rückgänge auf dem chinesischen (-36 %) und auf dem japanischen Markt (-16 %) verzeichnet werden. Ins-gesamt gaben die Ausfuhren an Abnehmer in Ostasien um 18 % auf 136.100 m³ nach. Der prozentual stärkste Rückgang wird mit -29 % auf 34.900 m³ bei den Exporten nach Nordamerika ausgewiesen.

Finnische Rundholzpreise über Vorjahresniveau:  Bei den Rundholzpreisen in Finnland ist es aus Sicht von Abnehmern auch bis Ende Dezember zu keiner nennenswerten Entspannung gekommen. Mit im Durchschnitt etwa 62 €/m³ für Kiefern- und 66 €/m³ für Fichtenstammholz auf Stock blieben die Preise gegenüber Ende November zwar weitgehend stabil, im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich allerdings eine Preissteigerung um jeweils 11 %.

Auch bei den von der Finnish Forest Industries Federation (FFIF) separat erhobenen Preisen für Industrieholz-sortimente ergeben sich ähnliche Steigerungsraten wie beim Stammholz. Demnach lag der Auf Stock-Preis für Kiefernindustrieholz Ende Dezember bei im Schnitt etwa 18 €/m³, was einer Steigerung um 13 % entspricht. Fichte lag bei 19 € und Birke kam demnach auf rund 17 €/m³.

Holzmarkt Schweiz - Ostschweiz – Aussichten und Empfehlungen

Die Auftragslage in der Bauwirtschaft ist weiterhin gut bis sehr gut. Nur in einzelnen Regionen sind die ausgestellten Baubewilligungen rückläufig. Der Holzbau zeigt in städtischen Gebieten  und Agglomerationen immer noch vielversprechende Tendenzen. Es wird generell viel Holz verarbeitet. Die Sägereien sind in den meisten Regionen gut bis sehr gut ausgelastet und zufrieden mit dem Schnittholzabsatz. Ein Einbruch bei den Schnittholzpreis wird momentan nicht befürchtet. Viele Betriebe laufen an der Kapazitätsgrenze. Nachfrage Nadelstammholz: die Sägereien sind nach wie vor mehrheitlich überversorgt. Viele haben grosse Lager vor Ort und auch noch im Wald. Aus den grossen Käferholzgebieten (Kt. ZH) werden die Sägereien immer noch mit Holz überflutet. Auf den Wiesenlager im Kt. Zürich sind immer noch grössere Mengen unverkauft. Auch liegt immer noch Holz aus der Normalnutzung und Sturmholz an Waldlagern und wartet auf die Abfuhr. Verschiedene Betriebe werden zusätzlich zum Käferholz Frischholz benötigen. D.h., normales Fichten/Tannen-Rundholz in der Qualität BC wird von diesen Betrieben bereits wieder nachgefragt. Starke BC/C und D- Sorti-mente sind eher schlecht zum Absetzen. Schöne, starke Erdstämme von Fichte/Tanne/Föhre/Lärche werden gut Nachgefragt. Frischholz wird zu stabilen Preisen gehandelt. Nachfrage Laubstammholz: Die Nachfrage ist sehr gross. Es gibt im Moment nicht genügend Laubrundholz am Markt. Bis Ende Februar sollte das Laubstammholz aufgerüstet und zu Abfuhr oder Verkauf angemeldet sein. Sehr gut nachgefragt sind Eiche und Buche. Buche und Esche für den Export. Wir konnten in der ersten Saisonhälfte 2018/2019 rund 20% mehr Laubrundholz übernehmen. – Danke all den Lieferanten, die uns früh beliefert haben. Wir denken, wir Sie sind dafür auch mit attraktiven Holzpreisen belohnt worden. Gesicherten Holzabsatz - für Buche, Ahorn, Erle, Linde Bis Ende März 2019: gemäss unseren Sortimentsbestimmungen.  Laufend bis auf Widerruf - für Eiche, Esche: gemäss unseren Sortimentsbestimmungen Wir können Ihnen schon jetzt zusichern, dass wir bis Mitte März 2019 sämtliches Laubrundholz, aufgearbeitet nach unseren Sortimentskriterien, gerne in grösseren Mengen übernehmen. Der Bedarf an Eiche und Esche wird auch über die Sommermonate konstant hoch bleiben. Ab 16. März 2019 werden wir vor allem bei Buche, den Einkauf stark reduzieren. Melden Sie uns laufend Ihr gerüstetes Rundholz («keine Holzlisten zurückhalten»), damit frühzeitig die Holzübernahme und Abfuhr disponieren werden kann. Sommer/Herbst 2019: Voraussicht wird unser Holzeinkauf für Buche anfangs September 2019 wieder neu beginnen. Wir empfehlen Ihnen die Holzschläge rechtzeitig zu planen, Holzschläge vor zu bereiten. Nachfrage Industrieholz (SwissKrono): Nadelholz kann in den abgemachten Mengen geliefert werden. Im Moment ist bei diesem Sortiment ein Überangebot vorhanden (Sturm, Käfer). Laubholz wird gut nachgefragt. Schleifholz Perlen: Frisches Schleifholz kann gemäss Lieferverträgen angeliefert werden.  Zwangsnutzungen: Das Sturmholz Burglind ist meist fertig aufgearbeitet. Die Lager aus diesen Zwangsnutzungen können voraussichtlich bis Ende April abgeführt und aufgearbeitet werden. In der laufenden Holzereisaison werden weitere Käfernester entdeckt, welche nun aufgerüstet werden. Fachleute gehen davon aus, dass im Frühling/Sommer weiteres Käferholz anfallen wird. Im Kt. Zürich soll anfallendes Käferholz gerüstet und sofern Liefermöglichkeiten bestehen abgeführt werden. Bei fehlenden Liefermöglichkeiten ist das Vorführen auf Lagerplätze ausserhalb des Waldes eine erneute  Option.

Markttrends: Der Holzmarkt ist gesättigt und kaum mehr aufnahmefähig .  Die Situation im Ausland,  Käferholz in ganz Europa und die Sturmholzgebiete in Italien werden auch den Schweizer Holzmarkt beeinflussen. Die Holzpreise für Schadholz und altes Holz kommen weiter unter Druck.

Um flexibel zu sein und auf Nachfragen der Industrie reagieren zu können, sind Holzschläge vorzubereiten und auf Abruf bereit zu halten.

Bedarfs-Aussichten für das erste Quartal 2019

• Fichten/Tannen-Rundholz - Frischholz auf Bestellung und zu festen Preisen Nachfrage anziehen – BC 20 cm -50 cm
• Fichten/Tannen-Käferholz- Absatz abklären, Exportmöglichkeiten vorhanden • Lärchenrundholz - Bedarf sehr gut
• Föhren-Rundholz - Bedarf gut, A/AB/B Durchm. > 40 cm
• Eschen Rundholz BC  > 25 cm - Übernahmen laufend
• Buchen Rundholz BC > 40 cm - Übernahmen laufend bis Ende März 19 
• Ahorn Rundholz und a. LB BC > 30 cm - Übernahmen laufend bis Ende März 19
• Schleifholz 3.00 m Alpilegno - Bedarf gut, laufende Übernahmen 3.00 m
• Industrieholz - Abfuhr kontingentiert
• Energieholz Aubrugg - Übernahme gem. Disposition HHKW

Empfehlung  

- Nadelholzbestände weiterhin regelmässig kontrollieren, Käferholz laufend aufrüsten und dem Markt zuführen.
- Käferholz das bis zum Frühling nicht abgeführt werden kann, wie im 2018 auf Lager ausserhalb  des Waldes führen.
- Frischholzschläge anzeichnen und bei Bedarf ausführen. Käferholz separat poltern und nicht mit Frischholz mischen.
- Laubholzschläge vorziehen dieser Markt ist im Moment noch sehr aufnahmefähig.
- Aufrüstungsbestimmungen beachten, sauber aufrüsten und sortieren. Schöne Sortimente sind von den Massensortimenten getrennt zu lagern.
- Käferholz sep. lagern – nicht mit Frischholz mischen. D-Rotholz ebenfalls sep. lagern
- Auf ihren Wunsch erstellt die ZürichHolz AG für sie eine Sortimentsliste - Wenn das Holz nicht in Grosssägewerke geliefert wird, ist eine Holzliste zu erstellen. Holzlisten ermöglichen vor allem bei Kleinpoltern eine genaue Mass- und Qualitätsermittlung und damit auch eine schnelle Verrechnung, bzw. Abrechnung und Auszahlung an den Waldbesitzer.
- Aus Kontrollzwecken - bei Poltern für Werksvermessung immer Stückzahlen angeben

 

© ZürichHolz AG, 17. Januar 2019

© 2019, WaldZürich, VZF, Redaktion Zürcher Wald, Abt. Wald